Liebe Mitglieder,

gerne würden wir unsere Homepage mit noch mehr Leben erfüllen.

Darum wäre es sehr schön, von euch zu hören.

Habt ihr etwas Besonderes mit eurem besten Freund erlebt - vielleicht einen speziellen Urlaub?

                  Dann her mit Bildern und einem kleinen Bericht!

Habt ihr die Jugendbeurteilung oder Zuchttauglichkeitsprüfung bestanden oder eine Prüfung auf einem anderen Platz absolviert?

                  Lasst es uns wissen!

Vielleicht gehört euer Hund ja auch schon zum älteren Semester und ihr seid nicht mehr so regelmäßig auf dem Hundeplatz?

Dann gibt es hier eine gute Möglichkeit, uns vom Leben eures Seniors zu berichten.

Bilder und Berichte bitte an      

  hund www-clipart-kiste-de 0021         Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!       Tel. 04307-839750

 

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 300

 

 Danke Cornelia für diesen Bericht - erschienen in "Unser Herzogtum".

(Sollte es nicht so gut lesbar sein - entschuldigung - aber die Technik lässt nicht mehr zu )

 

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Hallo Leute,

 

ich bin völlig fertig und muss mich erst einmal etwas erholen.

 

 

Balko

 

Wie ihr wisst, musste unsere Herbstprüfung abgesagt werden. Und da kommt mein Frauchen auf die Idee, mit mir eine eigene "Prüfung" zu machen. Ich finde, das war nicht nötig, denn ich wollte bei der Herbstprüfung ja sowieso nicht starten :)

 

Aber seht selbst:

Küchenbegleithunde-Prüfung

1. Aufgabe:

Abrufen aus dem Garten durch Öffnen der Kühlschranktür.

Beurteilung:

Der Hund kommt auf das Hörzeichen"Kühlschranktür öffnen" zügig und freudig an die Position vor dem Kühlschrank, geht dort selbstständig ins Sitz und beobachtet aufmerksam.

Hier ein Vorzüglich - 10 Punkte.

 

2. Aufgabe:

Transport von Essen von/in die Küche.

Beurteilung:

Der Hund zeigt hier ein sehr freudiges und aufmerksames Arbeiten. Der Blick bleibt während der ganzen Übung fest auf sein Ziel gerichtet. Lässt sich auch durch entgegenkommende Personen nicht ablenken. Geht nach Abstellen sofort ins Platz und behält sein Ziel fest im Blick.

Auch hier ein vorzüglich und 15 Punkte

 

Wir haben die Küchenbegleithunde-Prüfung mit vorzüglich bestanden:)

 

Bis bald Freunde- euer Balko

(bisschen Spaß bei dem Wetter muss ja mal sein)

 

 

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Und es gibt sie doch    "Sofawarte"

 

Sofawart

 

 

Kornelia und Detlef waren mit Liza und Raúl unterwegs in Hanerau-Hademarschen und haben uns diesen schönen Schnappschuss geschickt

 

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Immer sind die großen schwarzen Hunde schuld, oder warum lügen Menschen?

Samstag vor 3 Woche, ich stehe sehr früh auf, schnappe mir mein Fahrrad und meinen Hund und mache mich auf den Weg. Keine 100 Meter die Straße runter wohnt ebenfalls ein Hund. 13 Jahre alt, ein mittelgroßer Mischlingsrüde, der sich, lt. Aussage des Besitzers, noch nie geprügelt hat. Genau aber dieser Hund, nicht angeleint, stürzte auf Faxe zu, als wir gerade an dem Grundstück vorbeifuhren. Faxe ist im Dorf immer an der Leine. Nun kam es, wie es kommen musste, eine Beisserei war im Gange. Ich musste mich erst einmal vom Fahrrad befreien und hatte natürlich alle Hände voll zu tun, meinen Hund festzuhalten. Dann hatten der andere Besitzer und ich die Beiden nach einer gefühlten Ewigkeit endlich getrennt, da fällt der andere Hund wieder über Faxe her. Das gleiche Spiel wie vorher, nur dass ich mittlerweile keine Kraft mehr hatte. Wieder nach einer gefühlten Ewigkeit gelang es uns die Hunde zu trennen. Der andere Besitzer hatte Bisswunden von seinem eigenen Hund davongetragen, der Hund selber hatte zwei kleine Bisswunden. Faxe hätte weitaus mehr anrichten können, wenn er gewollt hätte. Der andere Besitzer entschuldigte sich tausend mal, das hätte sein Hund noch nie gemacht. Ja, einmal ist immer das erste mal. Nun, 3 Wochen nach diesem Vorfall, werden uns zunehmend Infos zugetragen, was Faxe für ein böser Hund sei. Als wir noch nicht hier gewohnt haben, hat es solche Vorfälle nie gegeben.
Faxe hat sich nur gewehrt! Das sich der andere Hund ausgerechnet einen Hund zum kloppen aussucht, der doppelt so groß und schwer ist, wie er selbst, liegt nicht in meiner Verantwortung.
Der andere Besitzer hat seine Aufsichtspflicht verletzt, und Faxe bzw. wir sind daran schuld? Das kann es ja wohl nicht sein! Wer da diese Lügen erzählt, ist mir nicht bekannt, aber ich bin unendlich enttäuscht! !!

Liebe Grüße
Birgit, Andreas und Faxe

 

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Mein Lieblings-Stalker - äh, nein - Walker? - auch nicht- ah ja: Flanker!

 

Und was bitte ist ein Flanker?

Sicherlich habt ihr alle schon was von "Mantrailing" gehört, das ist die Suche mit Hund nach vermissten Personen (oder Hunden).

Anders als beim Fährten sucht hier der Hund nicht die Bodenspur, sondern die winzigen Moleküle (Hautschüppchen usw.), die jeder ständig verliert und die dann in der Luft wabern.

 

Dieser Geruchsspur geht der Hund nach, wobei er genau diese aus den unzähligen Molekülen, die ständig in der Luft unterwegs sind ( Menschen, Autos, Hunde, Vögel...) herausfiltert.

Unglaublich, nicht wahr?

Wir mit unserer kümmerlichen Nasenleistung sind außerstande uns vorzustellen, wie das funktioniert!

 

Nun ja, auch der Hund muss das üben. Dazu wird eine Versteckperson (VP) irgendwo langgeführt und am Ende versteckt.

Nun bekommt der Hund einen Geruchsträger ebendieser Person unter die Nase gehalten und wird losgeschickt. Der Hundeführer geht an langer Leine hinterher. Das Problem ist - er hat keine Ahnung, wo es langgehen soll.

 

Jetzt kommt der Flanker ins Spiel. Das ist die Person,  die die VP geführt und versteckt hat. Sie begleitet den Hundeführer und beobachtet genau das Hundeverhalten. Sie kann sozusagen "lesen", was im Hundekopf vor sich geht. Wenn der Hund irgendwo unsicher ist, kann sie den HF entsprechend coachen: Was ist jetzt zu tun? Der Hund soll nach Möglichkeit sein Problem eigenständig lösen, aber der Flanker sagt, wann der HF eingreifen soll.

Am Ende hat der Hund immer Erfolg - JACKPOT!

Im Training ist also der Flanker auch der Trainer. Im Einsatz ist der Flanker allerdings leider genauso ahnungslos wie der Hundeführer. Hier unterstützt er Hundeführer und Hund, in dem er die Umgebung, die Windverhältnisse, Straßenverlauf usw. im Auge behält und sich eventuell mit dem Suchteam berät.

 

Wir haben bei uns das Glück, dass Elke das Trailen in einer Staffel ehrenamtlich macht und uns gefragt hat, ob jemand Lust hat, das ein wenig hobbymässig zu probieren.

Gut, dass wir es versucht haben, denn unsere Hunde sind mit Feuereifer dabei und wir sind begeistert von der unglaublichen Nasenleistung unserer Hunde!

 

DANK an unsere Lieblings-Flankerin Elke!

Rita S. Rita W. und Walli

 

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Frühlingsgefühle

 

Ein ganz besonderes Gespann machte sich am Donnerstag schon ganz früh zu uns auf den Weg in den Norden in die Nähe von Husum. Nach einer längeren Autofahrt klingelte es am frühen Nachmittag „endlich“ bei uns an der Haustür. Mein Frauchen ließ den Besuch herein und ich wurde begutachtet.

Natürlich wurde auch erst einmal gesabbelt (wie Frauen nun Mal so sind J), dabei konnte ich es gar nicht erwarten die schöne Hundedame kennenzulernen. Die Schönheit durfte meinen Garten inspizieren und sich etwas von der Autofahrt erholen. Nach kurzer Zeit machte mein Frauchen dann (Gott sei Dank) die Tür zum Garten auf und ich durfte sie endlich begrüßen.

Was soll ich sagen, es war Hundeliebe auf den ersten Geruch. Wir tobten, umgarnten uns und ….

(ein Gentleman genießt und schweigt).

 

Damit Ihr aber nicht vor Spannung sterbt, hier nun die heiß ersehnte Info:

 

Passend zum Frühlingsanfang habe ich, BRANOS VOM HESPERUS,

die Hündin KHEDIRA VOM NADJANGRUND am 21./22.03.2019 gedeckt.

 

Mein Rudel und ich freuen uns schon sehr auf meinen ersten Nachwuchs,

der um den 23.05.2019 erwartet wird.

 

BRANOS VOM HESPERUS und sein Rudel  

 

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Raul meint, grüne Marken sind auch schön !

Ob das allerdings für Überlegungen zur Neuzüchtung reicht ??

 

Raul

 

Vielen Dank an Kornelia für diesen Schnapschuss.

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Wölfi, Finny und ich ...

Ich wohne ja hier direkt am Segeberger Forst. Gegenüber von meinem Hof geht ein schöner Waldweg in das 40 qkm grosse Waldgebiet. Dieser Weg ist meine bevorzugte Gassistrecke mit Finny. Sie darf hier frei laufen, weil sie bei Sichtung von Rotwild, Rehen usw. zuverlässig gehorcht.

Jetzt ist SH ja "Wolfserwartungsland" und der Segeberger Forst ist lt. unserem Umweltminister Albrecht ein ideales Revier für Wölfe. Nun ja, ein WolfsRUDEL hat eine Reviergrösse von ca. 250 qkm...(finde den Fehler!).

 

Also, eine Wölfin haben wir hier schon, die grossräumig durch die Botanik streift und schon mehrfach gesichtet, fotografiert und gefilmt wurde und auch schon in Fotofallen getappt ist (siehe Bild).

Wölfi

Dazu steht in unserem Dorfblättchen:

"Am Morgen des dritten Advents ist es zum zweiten Mal binnen eines Monats zu einer Begegnung mit einem Wolf gekommen. Im Waldstück hinter der Emmauskirche näherte sich ein Wolf einer Spaziergängerin mit Hund bis auf 30 m und liess sich auch durch Rufe nicht vertreiben. Erst als eine Reiterin direkt auf den Wolf zuritt, hat dieser Reissaus genommen ..." - das Ganze keine 100m vor meiner Haustür!

Als Verhaltensregel bei Wolfssichtung wird hier (wie überall) empfohlen:

"Wollen Sie den Wolf auf sich aufmerksam machen oder ihn vertreiben, klatschen Sie laut in die Hände, winken Sie mit den Armen und sprechen Sie ihn laut an."

Ja, das hat die Wölfin im obigen Fall überhaupt nicht beeindruckt, denn sie kam unverdrossen langsam näher, um den Hund (eine Berner Sennenhündin) zu begutachten. Da war dann das grosse schwarze Pferd vor!

Was lerne ich daraus, wenn ich mit Finny in den Wald gehe und grade kein grosses schwarzes Pferd zur Hand habe?

 

1. Wölfi ist NICHT SCHEU, hat aber eher kein Interesse an mir, sondern an Finny, entweder

- als Appetithappen,

- um sie aus dem Revier zu vertreiben

- oder als mögliche Kandidatin für die Partnersuche.

 

2. Es geht jetzt nur noch angeleint in den Wald.

 

3. Da ich nicht erleben möchte, dass Wölfi meine Finny zerlegt und ich hilflos zusehen muss, habe ich aufgerüstet:

- eine laute Trillerpfeife zum Erschrecken,

- eine starke Zwille mit Kieselsteinen als Distanzwaffe (üben, üben, üben...)

- und als finale Rettung eine Dose Pfefferspray mit Jet-Funktion (3-4 m Strahl).

 

Diese Ausrüstung gibt mir zumindest ein Gefühl der Verteidigungsmöglichkeit, falls es mal nötig wird.

Wobei ich hoffe, dass es nie der Fall sein wird.

Sagte ich eigentlich schon, dass ich Wölfe faszinierend und wunderschön finde? So im allgemeinen ...

 

Drückt uns mal die Daumen!

 

Walli & Finny

 

Finny - Kopie

 

 

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Im Wald ist es am schönsten!

Einen schönen Spaziergang erleben wir regelmäßig im Wald. Hier ist es herrlich, es riecht anders und die Geräusche sind auch anders. Ruhiger irgendwie. Im vergangenen Herbst (2018) konnten wir jedoch leider nur noch einen kleineren Teil unserer geliebten Waldrunde bewältigen, da Fly nicht mehr die Jüngste ist und uns signalisierte, dass die ganze Runde zu viel für sie ist.

Seit Weihnachten, Neujahr 2019, ist sie jedoch wieder mobiler, „besser zu Fuß“ halt und so schaffen wir wieder unsere ganze Waldrunde! Das ist großartig!!!!

Pah! Für die Jungs ist unser Waldspaziergang natürlich ein Klacks!

Julis und Henry

 

 Wir freuen uns sehr, dass unsere lütte Fly (sie wird im Juni 2019 bereits 16 Jahre alt) noch so unternehmungslustig und mobil ist.

 

Silke und Fly

 

 

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Es ist Sonntag, wir haben mein Auto von innen gereinigt und den Hundekäfig wieder in den Kofferraum gehievt. Es regnet leicht, und ich habe am Vortag mit Andreas diskutiert, was wir heute mit Faxe machen könnten. Meine Idee war es, mit Faxe an die Ostsee zu fahren. Dort waren wir seit einer Ewigkeit nicht mehr. Bedenken hatte ich schon etwas, da Faxe, wie pubertäre Halbstarke 

eben sind, etwa ruppig sein kann.

Nichts desto trotz sind wir gegen 14 Uhr in Scharbeutz angekommen und hatten schönes Wetter! Ein kurzer Weg an der Straße entlang und schon waren wir am Strand. Hui, war das voll! Und wirklich sehr viele andere Hunde. 

Ich habe Faxe erst einmal an der Flexileine gelassen, um zu sehen, wie er sich bei den anderen Hunden so verhält. Habe ihn aber nicht zurückgehalten, wenn ein anderer Hund auf uns zu kam. Nach einer halben Stunde entschied ich, Faxe von der Leine zu lassen, da bis dahin alles gut ging. Andreas war nicht so begeistert, aber ich bin schließlich der Hundeführer. 

Wir gehen also weiter und Faxe freut sich wahnsinnig. Endlich frei! !!!

Viele Hunde kommen auf ihn zu,  und er läuft zu den anderen Hunden. Was soll ich sagen, es geht alles gut! Kein Dominanzgehabe,  keine Klopperei. Stattdessen ein gut gelaunter Hund, der mit den anderen Hunden, auch Rüden, ob groß, ob klein, spielt. 

Ich freue mich genauso wie Faxe und Andreas ist  völlig baff.

Ganz stolz und zufrieden bin ich, dass Faxe so umgänglich und glücklich war mit den anderen Hunden zu spielen. 

So hatten wir alle drei einen schönen Nachmittag, und ich hoffe, es werden noch viele weitere folgen. 

 

Birgit und Andreas mit Faxe

 

Faxe1

 

Faxe2

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Suchtfaktor Fährtenarbeit

 

Als Henry im Jahre 2011 bei uns einzog, habe ich gesagt, dass ich alles mit ihm machen werde – aber nicht Fährten. Bekanntlich kommt es ja meistens anders als man denkt.

Im kommenden Frühjahr 2019 ist es zwei Jahre her, dass Henry und ich uns das erste Mal an einer Fährte versucht haben. Wir wurden sozusagen mitgeschnackt. Es war Mistwetter, daran erinnere ich mich genau. Wie es mir von den Profis erklärt wurde, stapfte ich über den nassen, kalten Ackerboden (meine Familie lag an diesem frühen Sonntagmorgen noch unter der warmen Bettdecke) und legte in jeden, wirklich in jeden meiner Fußabdrücke ein Stückchen Futter. Dann holte ich Henry aus dem Auto und dachte, dass es für ihn ja wohl nicht so schwer sein kann, das Futter im ruhigen, langsamen Tempo zu finden und zu fressen. Pustekuchen!

Mein Hund war so von der Rolle, zog, zerrte und spaddelte an der Leine, spackte auf dem Acker herum; die Futterstücke interessierten ihn null, so gar nicht. Wir waren nass, schietig und ich zudem noch frustriert. Hatte ich mir anders vorgestellt, die ganze Geschichte, viel einfacher irgendwie. Sieht es doch immer so locker aus, wenn ein geübter Fährtenhund über den Acker schreitet mit Herrchen oder Frauchen an der langen Leine. Nur bei uns ging das natürlich nicht. Dabei habe ich doch einen Labbi, der als verfressen gilt. Mein Henry ist es aber nicht. Naja, aller Anfang ist halt schwer! Die Woche verging und am nächsten Sonntag das gleiche Spiel. Aber diesmal anderes Futter, muss doch möglich sein, dass auch wir zumindest halbwegs ordentlich über den Acker stiefeln. Aber nö, wieder nicht. So langsam hatte ich keine Lust mehr dazu, sollte ich es lieber sein lassen? Es funktioniert ja doch nicht.

Henry und ich machten weiter, denn zumindest er hatte an dieser ganzen Aufführung seinen Spaß. Irgendwann, was weiß ich, wie lange es dauerte, hatte ich es, immer unter sachkundiger Anleitung, geschafft, meinem Burschen zu vermitteln, was er sollte. Es hatte Klick gemacht.

Nun, nach gut 1½ Jahren Üben, sucht Henry seine wöchentliche Sonntagsfährte mit großem Eifer und noch größerer Freude. Er geht einigermaßen ruhig an den Abgang, wartet, bis ich ihm sage, dass er los darf, findet auf seiner Fährte neben Wildspuren Futter, welches er mag und Gegenständen, bei denen er sich tatsächlich hinlegt, wenn es nicht gerade nass ist. Er sucht die Winkel richtig ab und bekommt am letzten Gegenstand einen Jackpot. Das Allerbeste: Das Fährten macht uns beiden Spaß, besser noch – auch meine Fly, mittlerweile fast 15½ Jahre kommt jeden Sonntag mit und findet jedesmal Futter auf ihrer Fährte. Beide Hunde sind anschließend glücklich, zufrieden und sooo müde.

Ich für meinen Teil kann berichten, dass Fährtenarbeit Spaß macht und ganz und gar nicht langweilig ist. Jede Fährte ist anders, einzigartig. Heute sucht der Hund gut, beim nächsten Mal nicht gut. Geduld und Ausdauer gehören immer dazu und es ist ein langer, nicht einfacher Weg, bis alles so klappt, wie es klappen soll – das habe auch ich inzwischen gelernt. Nach jeder Fährte sind wir schlauer und bekommen neue Erkenntnisse dazu. Nach jeder Fährte überlegen Henry, Fly und ich was verändert werden kann und bemühen uns, es am nächsten Sonntag umzusetzen. Hausaufgaben werden selbstverständlich in der Woche erledigt.

Ein großer Dank fürs Mitschnacken gilt meiner Mutsch und Michael. Woche für Woche gebt ihr mir Ratschläge, Tipps, Tricks und Verbesserungsvorschläge. Das ist super und dafür danke ich euch von Herzen.

 

Also dann, bis Sonntag. Fly, Henry und Silke

 

Silke 2

 

Silke 1

 

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Entspannung und Wohlbefinden wurden zum Erlebnis

Vor etwa einem dreiviertel Jahr besuchten Fly und ich zum ersten Mal eine Physiopraxis für Hunde. Fly ging es zur damaligen Zeit nicht ganz so gut, ihr rechtes Hinterbein machte durch die diagnostizierte Spondylose leider nicht mehr das, was es sollte. Immer öfter konnte ich beobachten, dass Fly ihr Bein nicht ständig unter Kontrolle hatte, ab und an hat sie es irgendwie vergessen und das Bein schliff hinterher. So etwas zu sehen versetzt einen in Angst - wie soll es weitergehen? Wie lange lässt eine Verschlimmerung auf sich warten? Wie viel Zeit bleibt uns noch? Hat sie Schmerzen? Fly ist ja auch nicht mehr die Jüngste. Ich versuche zwar sie mit Bewegung, Sport und Spiel mobil zu halten, aber gegen eine Spondylose ist auch das machtlos!

In der Physiopraxis bekommt Fly nun alle 14 Tage eine Reizstrombehandlung. Bei dieser Behandlung werden schwache, elektrische Ströme durch den Körper geleitet. Dies dient nicht nur der Schmerzlinderung sondern auch der Verbesserung des Stoffwechsels und der Nährstoffversorgung. Fly kann nun ihr Bein zumeist wieder richtig koordinieren und vernünftig laufen. Tägliche Übungen zu Hause stabilisieren zusätzlich die Muskulatur. Diese Aussetzer oder auch das Schleifen sind seit der Behandlung weg. Nicht wieder gekommen. Fly springt, läuft, apportiert, balanciert wieder mit großer Freude und mit wachsender Begeisterung fährtet sie nun auch. Es ist wirklich schön das zu sehen.

Mein Anliegen war jedoch eigentlich von unserem Erlebnis "Massage-Seminar für Hunde" zu berichten. Dieses Seminar fand ebenfalls in der Physiopraxis für Hunde in Heikendorf statt. Ich habe dieses Seminar gebucht, weil ich meinen treuen Begleitern Fly und Henry auch einmal etwas Gutes tun möchte, sie z.B. nach einem "Hundeplatz-Tag" richtig massieren möchte, somit für ihr Wohlbefinden sorgen und unsere Bindung noch mehr vertiefen kann.

Wir haben bei diesem Seminar viel gelernt. Nach einer Einführung in die Anatomie des Hundes wurde das Skelett anschaulich am Modell erklärt und die Muskulatur besprochen. Weiter ging es nun mit dem Massageablauf. Wofür die Massage eingesetzt werden kann ist wirklich erstaunlich. Sie dient nicht nur der klassischen Wellnessbehandlung, einem Warm-Up oder Coll-Down bei Sporthunden, sie trägt auch zur Mobilisierung gerade bei älteren Hunden mit Erkrankungen des Bewegungsapparates bei.

Alle teilnehmenden fünf Hunde machten es sich währenddessen gemütlich und jeder Hundeführer knetete nun unter Anleitung an seinem Hund herum. Es wurden die verschiedenen Grifftechniken und Reibungen erklärt.

Fly hat es genossen, war aber auch ein wenig aufgeregt, denn die anderen Hunde kannte sie nicht. Nach einer Weile war sie, wie alle teilnehmenden Vierbeiner, tiefenentspannt. Hätte ich ja nicht gedacht. Jedoch hat sie den kompletten Massageablauf nicht über sich ergehen lassen. Fly ist nicht wirklich ein Schmusehund und das ganze Gefummel wurde ihr zu viel. Sie hat sich für eine kleine Auszeit in den Nebenraum abgesetzt - auf eigene Faust natürlich. Später kam sie aber wieder von allein dazu.

Allen hat das Massage-Seminar gut gefallen, denn es war nicht nur ein reiner Zeitvertreib - nein ... wir alle haben viel über den Hund gelernt. Und dafür ist es auch nach 14 Jahren nicht zu spät. Fly und ich können das nur empfehlen.

Am darauf folgenden Tag musste Henry herhalten, ich wollte das Erlernte doch auch einmal an ihm ausprobieren. Erstaunt hat er mich anfänglich angeguckt aber auch er entspannte unter meiner Kneterei schnell. Als ich mich über seinen Rücken vom Hals- bis zum Rutenansatz arbeitete, sprang er wie von der Tarantel gebissen auf, rannte los und spackte mehrere Runden durch den Garten. … Heute Abend versuchen wir es wieder.

Ein abschließendes Foto in der Praxis war für die gut erzogenen Hunde kein Thema. Damit alle mit auf das Foto kamen, mussten die Hunde auch noch ein wenig enger zusammenrutschen. Auch das war kein Problem. Ein schönes Gefühl!

 

FLy

 

Silke und Fly

 

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Liebe Vier- und Zweibeiner der BG Holstein,

 

tja, ich weiß ja gar nicht, ob ihr mich auf dem Foto erkannt habt, das Elke ins Netz gestellt habt. Aber mein Frauchen hat es mir gleich gezeigt und ich hab sofort gedacht, dass ich mich mal bei euch melden will.

Also zunächst: es geht mir für mein Alter im Augenblick sehr gut. Auch die schreckliche Gebärmutterentzündung mit großer OP habe ich gut überstanden. Zur Überraschung meines Frauchens war ich superschnell wieder auf den Beinen und laufe auch der fliegenden Beißwurst mit Begeisterung hinterher.

Mein Tagesablauf verläuft ungefähr so:

Mein Frauchen ist inzwischen zur „Frühaufsteherin“ geworden! Wir gehen schon zwischen 8.15 Uhr und 8.30 Uhr los zum 1.Spaziergang.

Mit tiefer Nase laufe ich los und prüfe, wer heute schon vor mir unterwegs war. Es sind doch schon einige Kollegen, deren Besitzer wohl noch arbeiten müssen. Aber so werde ich nicht gestört und kann in Ruhe alle Gerüche prüfen. Manchmal entdecke ich auch einen neuen Duft.

Neulich begegneten wir wieder einmal einem Reh auf unserem morgendlichen Spaziergang. Wir standen uns ungefähr 15 Meter entfernt gegenüber und schauten uns an. Keiner bewegte sich und keiner sprach ein Wort. Wir verstehen uns stumm, denn wir kennen uns schon länger. Es war schon einmal am Abend bei uns im Garten zu Besuch und guckte von der Terrasse aus ins Wohnzimmer. Ich schlief schon, aber mein Frauchen hat sich richtig erschrocken, aber es war nur auf der Suche nach etwas leckerem Fressbaren. Das gefiel meinem Frauchen nun gar nicht, als es auch noch die Sonnenblumenstiele annagte und diese am nächsten Morgen umgeknickt auf dem Boden lagen.

Nach dem Spaziergang gibt es Frühstück und ich lege mich auf mein Bett, um mich auszuruhen. Zur Mittagszeit fahren wir meistens mit dem Auto los. Mein Frauchen macht mir damit immer eine besondere Freude. Inzwischen muss sie mich immer ins Auto rein- und rausheben, weil ich nicht mehr springen kann und will. Und die Rampen sind mir zu schmal, da trau ich mich nicht mehr. Es gibt ja auch bei den Zweibeinern viele unterschiedliche Zeitschriften und so gönnt sie auch mir den Luxus, jeden Tag ein paar neue zu studieren. Für diese Abwechslung bin ich ihr sehr dankbar. Am liebsten mag ich Rundwege, da erhöhe ich auch mein Tempo, weil ich neugierig bin, was nach der nächsten Wegbiegung kommt. Aber nicht immer gelingt es, eine abwechslungsreiche Runde zu drehen. Kaum geht es in die entgegengesetzte Richtung wieder zum Auto zurück, da verlangsame ich mein Tempo und trotte mit hängendem Kopf hinter ihr her. Damit wir pünktlich zum Essen zurück sind, lockt mich mein Frauchen immer mit Leckerlis. Der Trick funktioniert immer noch! Ich weiß nicht, ob sie mich durchschaut hat, aber wir haben beide unseren Spaß. Während des Spaziergangs spielen und kämpfen wir immer mit und um die Beißwurst. Darauf freue ich mich immer am meisten.

Am Nachmittag nach meinem Mittagsschläfchen geht es oft auf den Sportplatz, auf dem wir wie in alten Zeiten auf dem wunderschönen Hundeplatz einige Übungen aus der Unterordnung machen – mit vielen Leckerlis! Da wir beide nicht mehr die Jüngsten sind, lassen wir es gemächlich angehen. Manchmal will ich mich nicht mehr setzen, dann muss Frauchen etwas energischer werden und dann – na, wenn sie es braucht, um glücklich zu sein, tue ich ihr den Gefallen – aber gaaanz langsam! Danach hab ich Hunger und es gibt wieder was Leckeres zu fressen. Ich ruhe inzwischen lieber danach, als tausend Schritte zu tun.

Vor der Tagesschau geht´s dann auf die abendliche, ruhige und entspannte letzte Runde. Ich lese die neuesten Artikel des Tages, es gibt noch eine letzte Spieleinheit und dann folgt vor dem Schlafengehen noch ein kurzer Gang auf die Wiese. Dann ist Schlafenszeit. Ich habe mir angewöhnt, in der Nacht immer noch mal zu bellen, so um 4.15 Uhr, um zu hören, ob mein Frauchen noch da ist und es ihr gut geht. Wir schlafen nämlich inzwischen getrennt, weil ich keine Treppen mehr steigen kann. Sie ruft dann, wenn sie endlich aufgewacht ist, durchs Treppenhaus:“Binja, ist alles ok!“ Hab ich das gehört, kann ich und darf sie weiterschlafen!

Meine Qualitäten als Wachhund haben etwas nachgelassen. Mit meinen 13 ½ Jahren lässt mein Gehör doch sehr nach. Oftmals steht mein Frauchen oder der Besuch schon vor mir und ich habe noch nicht einmal gebellt. Aber das behalten wir für uns, muss ja keiner wissen. Laufen kann ich auch noch gut und schnell, aber nur kurze Strecken. Mein Frauchen muss ja jetzt mit links werfen, weil ihre rechte Schulter kaputt ist, und die Beißwurst fliegt deshalb auch nicht so weit. Die Entfernung schaffe ich. Von meinen 11 Geschwistern lebt inzwischen leider nur noch meine blonde Schwester Banya. Aber alle hatten eine tolle Familie und ein spannendes Leben.

So, das wär´s für heute! Ich mag ja nicht so gerne Autofahren, weil ich mich nicht hinlegen mag, deshalb kommen wir euch vielleicht auch nicht mehr besuchen, aber wer weiß? Wir lieben auch Überraschungen!

Viele liebe “Wauwaus“ und Grüße von

Binja und meinem Frauchen Sabine

 

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Tatort: Werkstattgelände der Küstenwerkstatt

 

Uhrzeit: 22.00 Uhr

 

Der Sicherheitsdienst Atze aus Sconeberg dreht mit Herrchen Andreas Stüben die letzte Wachrunde des Tages über das Betriebsgelände. Als sie um die Werkstatt herumgehen, sehen sie in 50m Entfernung einen Transporter auf dem Werkstattgelände stehen, der zu Feierabend, als das Hoftor geschlossen wurde, noch nicht da war. Die Kühlerhaube ist offen und zwei Männer, wahrscheinlich Albaner oder Afghanen versuchen gerade ihr Fahrzeug zu reparieren. Werkzeug liegt auch auf dem Boden. Einer sitzt im Fahrzeug.

Andreas gibt den Befehl und Atze startet durch. Nach Hälfte der Strecke gibt er laut und die beiden Männer springen in rasantem Tempo ins Fahrzeug. Das Werkzeug bleibt liegen. Die Türen sind gerade zu, da ist Atze direkt davor und verbellt, bis Andreas ihn abruft.

Atze hat die Männer nachhaltig beeindruckt, denn selbst in der Stunde Wartezeit, bis die Polizei eintraf und Andreas mit Atze schon wieder im Wohnhaus war, trauten sie sich nicht aus dem Fahrzeug. Das Werkzeug lag auch dann noch auf dem Boden.

Gut, wenn man einen Hofwart hat.

Metta Kramer

 

IMG 5601 - Kopie

                                            Atze aus Sconeberg       

 

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Juni 2017

 

Und dann kam alles ganz anders……

 

…..dabei war doch eigentlich ganz klar, dass ich „Alex von der Donaustrasse „(jetzt heiße ich Balko) ein IPO-Hund werden sollte. So, wie es auch schon meine Vorgänger im Hause meiner Zweibeiner waren.

 

Temperament habe ich – manchmal sehr zum Leidwesen meiner Leute – mehr als genug und ich sage nur:“ FINGER WEG vom Spielzeug – ich bin schneller!!“

 

Aber dann, ich war so 3,5 Monate alt, fuhr mein Frauchen mit mir zu einem Treffen mit ganz anderen Hunden und Menschen als auf unserem Hundeplatz der BG Holstein Alles war neu und die Leute super nett – eigentlich-! Bis doch tatsächlich jemand dieser netten Menschen meine Futterdose nahm, sie mir unter die Nase hielt und damit weglief.

 

Hey dachte ich, was soll der Spaß?

 

Dann hielt mir jemand Anderes aus der Gruppe der eigentlich ganz netten Menschen ein Tuch vor die Nase. Mein Frauchen sagte so lustige Sachen wie: Riech und Trail. Und ich hatte nur ein Ziel – hinter meinem Futter her. Was dachte die Person sich? Na, die hatte ich aber flugs eingeholt und – sie gab mir tatsächlich bereitwillig mein Futter (zumindest teilweise ) und freute sich ganz doll , dass ich sie gefunden hatte. Während ich noch über die seltsamen Menschen nachdachte, verschwand sie mit dem Rest meines Futters schon wieder und erneut hieß es „Riech und trail“ und ich wieder fix hinterher und mein Futter geholt.

 

So weit so gut !

 

Nach dieser Aufregung schlief ich erst einmal etwas im Auto und träumte von diesem neuen Spiel.

 

Und siehe da, es ging noch einmal los. Aber nun wurde sie noch frecher. Nicht nur, dass sie mein Futter mitnahm (wieso passte Frauchen eigentlich nicht besser darauf auf?) jetzt rannte sie auch weiter weg und plötzlich war sie nicht mehr zu sehen. Und wieder : „Riech und trail“ und ich gab richtig Gas. An einer Weggabelung musste ich mich orientieren – wo war sie hin? Und dann hatte ich da plötzlich diesen Geruch in der Nase – ha, sie war rechts abgebogen. Ich hinterher – ich rannte um mein Leben – will sagen: um mein Futter! Und dann: da saß sie im Wald . Man war ich froh, dass ich rechtzeitig da war – sie hatte noch nicht angefangen, mein Futter zu vernaschen. Und sie freute sich unbändig, mich zu sehen .

 

Wie ich nun im Nachhinein so gehört habe, war das der Tag, an dem „Balko der Schnüffler „ geboren wurde. Jedenfalls gingen wir nun regelmäßig zu diesen Leuten. Es zeigte sich schnell, dass ich mich sehr gut für diese Arbeit eignete. Denn ich habe einen unbändigen Willen zum Arbeiten und lasse mich unterwegs durch Nichts und Niemanden ablenken. Egal ob andere Hunde oder Menschen. Ob ungewöhnliche Orte, Geräusche, Tag oder Nacht – alles egal. Mein Frauchen hat da schon mehr Probleme. Denn ich bin ziemlich schnell und – hey- an der Leine ziehen wird hier nicht bestraft!

 

Die Verstecke und Verleitungen werden nun immer schwieriger. Dazu gehören Strecken durch die Kieler Innenstadt, aber auch der Bahnhof, Einkaufzentren und Vieles mehr . Auch über Felder und durch den Wald geht es kreuz und quer. Manchmal ist die Strecke mehr als eine Woche alt und da heißt es dann schon ordentlich arbeiten. An vielen Kreuzungen riechst du nach einer Woche großen Verkehrsaufkommens, eventuellem Dauerregen, Hitze usw. nicht mehr so viel. Da sind mein Frauchen und ich gefordert. Und wir haben uns durch diese Arbeit zu einem sehr guten Team entwickelt. Sie weiß genau, wann sie mir helfen muss oder sich einfach nur auf mich verlassen sollte – was ihr manchmal noch etwas schwer fällt – sie denkt zu viel!!

 

Am 4. März diesen Jahres war es dann so weit und wir traten zur Mantrailerprüfung an. Ich spürte genau, heute war etwas anders. Sie ist ja immer nervös wenn Prüfungen anstehen – aber heute: Kreidebleich, trockener Mund, zittrige Hände. Ich sah sie mit meinen treuen braunen Augen an: Frauchen, es ist alles gut – du hast doch mich!

 

Und dann ging die Post ab. Die „vermisste Person“ war aus einem Wohngebiet weggelaufen. Sie überquerte Parkplätze, kleine und große Kreuzungen. Es gab viele Wege und Abzweigungen zu kontrollieren und falsche Richtungen auszuschließen. Nach ca. 1 Km habe ich sie gefunden. Sie saß auf einem Parkplatz zwischen den Autos. Ich war schnell unterwegs an dem Tag und hätte noch eine Viertelstunde Zeit gehabt. Und so allmählich fand Frauchen dann auch ihre Sprache wieder. Wir waren beide ziemlich froh und auch ein bisschen stolz, dass wir die Prüfung so gut gemeistert haben. Mit der bestandenen Prüfung bin ich vom „Schnüffler“ zum „Kommissar Balko“ aufgestiegen!

 

Wir haben uns für die ehrenamtliche Arbeit in einer Rettungsstaffel entschieden und gehören dort zur Einsatzstaffel. Wenn eine Alarmierung kommt, steigt die Nervosität immer an, denn wir wissen nie, was uns erwartet. Bei vielen Alarmierungen haben sich ältere, demente Personen oder psychisch Kranke von zuhause oder aus einer Einrichtung entfernt . Aber auch unter Schock stehende Unfallopfer, die sich vom Unfallort entfernt haben, gehören dazu. Oder Kinder, die nicht nach Hause gekommen sind. Auch die Tiersuche steht mit auf unserem Programm.

 

Es kommt auch vor, dass wir kurz nach Beginn unseres Einsatzes oder auf dem Weg zum Einsatzort Meldung erhalten, dass die Person wieder aufgetaucht ist. Dann heißt es, Anspannung runter fahren und ab nach Hause. Einschlafen ist dann meistens nicht gleich möglich, aber wir freuen uns natürlich, dass die Person unbeschadet wieder zurückgekehrt ist.

 

Da im Interesse der betroffenen Personen und ihrer Familien über unsere Einsätze nicht öffentlich berichtet wird, erhalten wir – außerhalb unserer Staffel - selten Lob oder einen Dank für unsere Arbeit. Die Angehörigen sind so voller Sorge und oftmals wissen Sie gar nicht, wer da unterwegs ist, um nach ihren Lieben zu suchen. Wenn wir sie finden oder zumindest dazu beitragen können, ihren Verbleib aufzuklären, dann hat sich der Einsatz für uns gelohnt - es ist ein schönes Gefühl, helfen zu können.  Auch wenn wir – anders als früher mit den anderen Hunden – keine Urkunden und Punkte sammeln.                               Für meinen tollen „Kommissar Balko“ und mich ist es eine wunderbare Aufgabe.

 

Mehr zu Balko gibt’s auch bei Working dog.

 

Elke Loof und Alex von der Donaustrasse – gen. Balko

 

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 05. Oktober schreiben Metta und Andreas

 

                                      Atze und Bo reisen immer mit!

Wenn wir mal mit unserem Wohnwagen unterwegs sind, dann nehmen wir natürlich die Hunde mit.

Dies ist neuerdings sogar von außen am Wohnwagen zu erkennen.

Bo hatte dort schon länger seinen Platz, aber nun ist auch Atze zu sehen.

Darüber freuen wir uns sehr.

 

Bo

 

Atze - Kopie

 

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Am 18. Februar 2015 schreibt Wally

 

Finny ist ein begeisterter Hütehund und besteht darauf, beim Reinholen der Pferde von der Koppel zu helfen.

Sie rennt also los, steht dann vor und wartet, ob ich auch mitkomme, und wenn ich die Pferde losgeschickt habe, düst sie vor ihnen her, um ihnen "den Weg zu zeigen".

Dabei muss sie ganz schön ihre Beine in die Hand nehmen, denn mein Wallach findet ihren Größenwahn nicht wirklich lustig und geht gerne mal heftig auf sie los.

Wenn die Rösser dann drin sind, strahlt sie mich an: "Hab ich das nicht toll gemacht?"

 

Finny und das Pferd

 

 

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Eine Seefahrt, die ist lustig

 

haben wir-Silke, Fred, Julius, Andreas und Metta- uns im Herbst 2014 gedacht und sind mit Henry, Fly, Atze und Bo zum Großen Plöner See gefahren. In der Nähe des Schlosses haben wir geparkt und sind dann ungefähr 45 Minuten quer über die Prinzeninsel bis zum Schiffsanleger gewandert.

 

Bis das Schiff eintraf, vertrieb sich Henry die Zeit mit einem Bad im See und mit den anderen Hunden liefen wir schon mal über den Bootssteg, um zu sehen, ob wir auch problemlos mit den Vierbeinern bis zum Schiff kommen, denn nicht jeder Hund mag das sich bewegende Wasser zwischen den Holzbohlen sehen.

 

Das Schiff legte an und es wurde spannend: vom Steg aufs Schiff, Treppe runter bis in den hinteren Teil, Treppe rauf und in den Außenbereich. Hier waren Sitzgelegenheiten und etwas Platz für die Hunde, die übrigens von der Schiffsbesatzung gern mitgenommen wurden. Fly fand die verschiedenen Bodenbeläge unheimlich. Kurzerhand schnappte Andreas sie sich und trug sie zu unseren Plätzen.

 

Die Fahrt dauerte 20 Minuten bis Bosau und unterwegs erfuhren wir vom Kapitän so einiges über den Großen Plöner See, z.B. dass er der größte See Schleswig-Holsteins ist und wieviel Inseln sich im See befinden.

 

In Bosau war das Cafe Achter De Mur unser Ziel. Hier gibt es ganz besondere Torten, sehr große Stücke und auch tolle Eisbecher. Wir fanden draußen noch Plätze und der Nieselregen war kein Problem, denn der ganze Außenbereich ist mit Sonnenschirmen und Markisen bestens geschützt. Die Hunde lagen ruhig neben unseren Stühlen und erst als wir nach 1 Stunde das Cafe wieder verlassen wollten, bemerkte eine ältere Dame die Hunde und meinte, dass man sowas doch verbieten sollte!!! Die Cafe-Besitzerin Frau Brooks und ihre Mitarbeiterinnen hingegen freuen sich sehr über Besucher mit Hund.

 

Nach einem kurzen Abstecher zur Dunckerschen Kate, in der immer wechselnd die unterschiedlichsten Künstler Ihre Produkte ausstellen und auch zum Kauf anbieten und auch der Bauerngarten zu jeder Jahreszeit zum hindurchspazieren einlädt, kehrten wir wieder zum Schiffsanleger zurück. Das Schiff steuerte direkt die Prinzeninsel an. Dort angekommen bekam Julius noch eine Portion Pommes auf die Hand aus dem Restaurant direkt neben dem Anleger und es ging zurück zu den Autos.

 

Die Schlossbesichtigung haben wir nicht mehr geschafft, aber mittlerweile schon nachgeholt.

 

Der Ausflug war toll und am meisten freut uns immer wieder, dass sich die Hunde so gut verstehen.

 

 

Bootstour1

 

Bootstour2

 

Bootstour3

 

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Eva-Maria Scheunemann, Besitzerin von "Finja" Filja vom Auenland,

geb. am 08. Januar 2013 in Hannover schreibt:

 

Finja, gezüchtet von Familie Wüstefeld, wurde geboren in einem Hundehaus mit vielen verschiedenen Untergründen. Fliesen, Holz, Auslegware und Stroh. Bei unseren Besuchen konnten wir beobachten, dass ganz besonders die Strohecke genutzt wurde zum Spielen, Kullern und auch zum Schlafen.

Als Finja mit 8 Wochen bei uns zu Hause ankam, inspizierte sie das Haus und anschließend den Stall. Dort entdeckte sie voller Begeisterung die Strohecke und fühlte sich sofort heimisch!

Irgendwann im Laufe des Jahres verschwand die Strohecke und geriet auch in Vergessenheit.

In diesem Sommer war ich mit Finja im Obst-und Erlebnisgarten in Futterkamp. Ein Abenteuer mit 15 Stationen, hauptsächlich für Kinder.  Zum Beispiel einem Hühnerhof, Ponys, Hüpfkissen, Go-Kartbahn und eine Scheune mit ganz viel Stroh in 2 Etagen.

Finja sah dieses Stroh - ich musste sie loslassen!

Sie rannte in die Scheune, hüpfte, kullerte sich in dem Stroh und lachte!

Es war eine riesige Freude. Ich konnte sie dort kaum wieder rausziehen. Nur die Aussicht auf frische Waffeln war hilfreich.

 

Finja im Stroh

 

Finja